TalKultur am Karfreitag, 10. April 2020, 19:04 Uhr

Es moderiert Brigitta Hildebrand

Kreativität trotz Corona – Telefoninterview mit Torsten Krug, Autor und Regisseur

Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer

Wuppertal zeigt in der aktuellen Krise sein großes Potential. Das beeindruckt Torsten Krug. Er hat „vor Corona“ einen Verein zur Rettung und Neugestaltung des Café Ada in der Wuppertaler Nordstadt gestartet. Und Glück in der Krisenzeit gehabt, wegen des Virus und dem lockdown aller nicht lebensnotwendigen Aktivitäten noch keinen Mietvertrag unterschreiben können-müssen. Aber er sieht die Notlage der freien Kunst- und Kulturszene, obwohl es ihn schwer beeindruckt, wie es im Tal auf allen Kulturkanälen funkt. Ein kleiner Ersatz für die lebensnotwendige Resonanz und eine große Unterstützung der Wuppertaler Kultur. Er wünscht sich für „nach Corona“ ein nicht nur kulturelles Reset und hofft, daß alle die Chance ergreifen, unsere Welt neu zu starten. Die Welt nach dieser Pandemie könnte dann eine andere sein. Wenn wir wollen.

Mehr zu Torsten Krug – www.torsten-krug.de.

Kinderbetreuung während Corona – Kreativbeispiel von Marcia Golgowsky, Schauspielerin

Marcia Golgowsky alias Hilde Ronsberger

Die „Trockenblumen“ – das sind Hilde und Ayshe – 2 mittelalte Freundinnen aus ganz unterschiedlichen Milieus. Dahinter stecken die Schauspielerinnen Lilay Huser und Marcia Golgowsky, beide sind auch schon lange Ensemblemitglieder der WupperTheaters. Marcia Golgowsky, die auch die Texte für die Trockenblumen-Komödien schreibt, hat sich als Hilde Ronsberger nun an den heimischen Rechner gehockt und einen feinen Vorschlag zur Kinderbetreuung aufgenommen – ein Hörbeispiel für die unglaubliche Kreativität der freien Künstler, die der Coroankrise auf ihre Weise trotzen.

Mehr zu Marcia Golgowsky – www.marcia-golgowsky.de

Komödie und Corona–Beitrag von Sebastian Schulz mit Kristof Stößel

Kristof Stößel

Offiziell ist die Stößel's Komödie bis zum 19. April geschlossen, eine harte Zeit für den Leiter und Inhaber des Boulevardtheaters am Karlsplatz in Wuppertal. Für die Komödie bekommt er keine öffentliche Förderung, keine Zuschauer heißt für ihn: keine Einnahmen. Und auch wenn der umtriebige Kristof Stößel auf vielen kulturellen Feldern unterwegs ist, um seinen Lebenstraum vom eigenen Theater zu halten – als Fabienne van Straten z.B oder Baronin von Wupp, deren launige Stadtführungen überaus beliebt sind. Stößel steht das Wasser bis zum Hals – und er kämpft mit dem für ihn typischen trotzigen Humor weiter für die Bretter, die für ihn und sein Ensemble die Welt bedeuten.

Wie Sie helfen können, erfahren Sie auf seiner Homepage – www.kstheater.de

Nach Redaktionschluss

Spendenaufruf bei EinTopf – Wuppertaler Solidar-Pakt

Zur Linderung der Not für besonders betroffene KünstlerInnnen, Kulturschaffende und Kulturbetriebe hat sich der Wuppertaler Solidar-Pakt gegründet - Mehr Informationen gibt es unter EinTopfWuppertal.de

Das „TALKultur“-Telefoninterview „Auf ein Wort“ – mit Dr. Gerhard Finckh, ehemaliger Leiter des von-der-Heydt-Museum Wuppertal

Dr Gerhard Finckh // Fotos: Brigitta Hildebrand

Niemals geht man so ganz – dieser Ausspruch trifft in gewisserweise auch auf Gerhard Finckh zu, der als externer Kurator an seine ehemalige Wirkungsstätte für die Ausstellung Mehr:wert ans von-der-Heydt zurückkehrt. Gerhard Finckh hat sich für die Präsentation der über 100 von 3000 Kunstwerken, die die Stadtsparkasse in den letzten 50 Jahren zusammengetragen hat, einen Dialog mit Werken des von der Heydt-Museums ausgedacht. Das war das eigentlich komplizierte an der Sache, denn die Sammlungen sind recht heterogen, auf der einen Seite die Sparkassensammlung mit Werken der Künstler aus der Region, auf der anderen die international bekannten aus der Sammlung des Museums. Finckh, für den als Museumsdirektor der regionale Bezug eher weniger relevant war, freut sich, daß er nun auch Wuppertaler Künstler zeigen kann, wie auch schon das Titelbild des Katalogs zur Ausstellung ein spannendes Wimmelbild vom Wuppertaler Musiker und Maler Peter Kowald zeigt.
Finckh hat den Kunstwerke-Dialog elegant in 8 Kapitel unterteilt und spannt den Bogen von „Menschen und Masken“ über Farben, Geometrie, freie Formen ... bis hin zum Schlußkapitel „Nähe und Ferne“.
Damit kommt auch das Eröffnungsproblem in Corona-Zeiten ins Gespräch: Es gibt einen digitalen Plan B für die zwar noch geplante Eröffnung der Ausstellung Mehr:wert am 26.4. 20, die bis 2.August im von-der-Heydt gezeigt werden soll – aber damit wäre man dann auf der sicheren Seite.

Weitere Infos zur Ausstellung www.von-der-heydt-museum.de

Der TALKulturKalender

Der TALKultur-Kalender mit aktuellen Veranstaltungen in Sachen Kultur und in Sachen Wuppertal. Zusammengestellt von Dirk Domin.

// Online werden aktuell in Wuppertal Eintöpfe gekocht. Stew.one nennt sich eine Initiative von und für Wuppertaler Kulturschaffende. Täglich gibt es Live-Programm zu hören, unter anderem von David J. Becher und Philippine Pachl, die täglich eine Märchenstunde anbietet. Die Börse an der Wolkenburg bietet jeden Freitag ab 14 Uhr einige Stunden Programm an. Es gibt auch ein Archiv der Sendungen. Alles auf stew.one

// Physisches Verreisen wird im Moment schwierig. Verreisen in Bildern – das ist aktuell möglich auf der Facebook-Seite des von-der-Heydt-Museums. Regelmäßig aktualisiert. Den Start machte ein Gemälde von Carl Rottmann, mit einer italienischen Landschaft aus dem Jahr 1826. Alles zu sehen auf facebook.com/von.wuppertal

// Für die Gastronomie ist die Corona-Krise besonders schlimm. Existenzen von Wirten und Mitarbeitern stehen auf dem Spiel. Helfen kann da die neu gegründete Plattform gofundme – in Wuppertal nehmen unter anderem die Trattoria Taormina teil, das Café du Congo in der Luisenstraße, das Café Simonz sowie die Brokat Bar am Arrenberg. Alle können mit Spenden oder Gutscheinen unterstützt werden auf gofundme.de

// Im Moment ist es sinnvoll, Masken zu tragen. Der Hashtag #maskeaufjetzt ist dabei zu erwähnen. Und die Wuppertaler Designerin Anne Jonas-Ulbrich, eigentlich bekannt durch ihr eigenes Label samt Laden namens “Liebesgruss” am Laurentiusplatz. In der jetzigen Situation näht sie bunte, tolle Masken, die gegen die Ausbreitung des Corona-Virus helfen. Die Masken werden gerne versendet. Kontaktdaten und Infos auf facebook.com/liebesgruss

// Und viele Wuppertaler Gastronomien bieten weiterhin Speisen und Getränke zum Mitnehmen an. Unter anderem die KaffeeRösterei ChiCoffee, der Trassengarten von Berislav Valentin am Ottenbrucher Bahnhof sowie viele weitere Lokale, wie etwa das von-der-Heydt-Museumscafé namens Muluru, was ein Ostermenü zum Abholen anbietet.

Kreativität trotz Corona – Telefoninterview mit Torsten Krug, Autor und Regisseur

Kinderbetreuung während Corona – Kreativbeispiel von Marcia Golgowsky, Schauspielerin

Zum Nachhören / Komödie und Corona–Beitrag

Zum Nachhören / TEIL 1 – „TALKultur“-Studiogespräch mit Gerhard Finckh

Zum Nachhören / TEIL 2 – „TALKultur“-Studiogespräch mit Gerhard Finckh

Zum Nachhören / Der TALKultur Kalender April 2020