"KiloWatt"-TalKultur am Freitag, 09. August 2019, 20:04 Uhr

Und das sind die Themen der Sendung:

Das Vermächtnis – Die „Pina-Bausch-Foundation“

In der kommenden Spielzeit 2019/20 gibt es die Pina-Bausch-Foundation bereits zehn Jahre. Im Todesjahr der großen Wuppertaler Choreografin ist sie 2009 von ihrem Sohn Salomon gegründet worden. Ebenfalls auf Betreiben des Sohnes geht das Pina-Bausch-Archiv zurück. Es wird nun online gehen und damit einzigartige Quellen aus dem künstlerischen Nachlaß der Künstlerin weltweit zugänglich machen.

Schaut gespannt auf die nächste Spielzeit: Salomon Bausch. Fotos: Brigitta Hildebrand

Es geht um rund 9000 Videos, 200.000 Fotos sowie Produktionsunterlagen der Stücke. In der kommenden Spielzeit wird das für zunächst 5 Stücke gelten und ist eine „work in progress“. Unter dem Titel UTOPINA lädt die Foundation zum Austausch über die Ideen und Träume von Pina Bausch ein. Mit im Boot: die Kunststiftung NRW. Hinzu kommt eine Online Filmedition, die Pina Bausch Fellowship und der Abschluß des weltweiten Videoprojekts „DANCE! The NELKEN-Line“. Außerdem gibt es Stückweitergaben: an das Semperoper-Ballett und das Opera Ballet Vlaanderen. Sebastian Schulz berichtet. Weitere Infos zu Aufführungen und zu Tickets: www.pina-bausch.de.

Das Team: (v.l.) I.Dia, R.Sturm, S.Rust, M.Nocke, S.Bausch, B.Wagner-Bergeld und R.Christmann

Die Zukunft – Eckehard Lowisch und die Kunst im Wandel

Eckehard Lowisch stellte als erster Zukunftskünstler im Foyer des Wuppertal Instituts aus. Dies war der zweite Baustein der Reihe „Wechsel/Wirkung“, die im Februar mit dem Ämtertausch zwischen Berthold Schneider und Uwe Schneidewind begann. Das zentrale Kunstwerk der Ausstellung war die „Jahresgabe 2019“. Das Besondere: Das Original Marmorbildwerk reproduziert Eckehard Lowisch fortlaufend insgesamt 1991 Mal als Gipsabguss in einer mobilen „Wandelwerkstatt“. Jedes Werk wird für 91 Euro zum Verkauf angeboten. Davon spendet der Künstler 19 Euro an den Kunst- und Museumsverein des Von der Heydt-Museums - weitere 19 Euro gehen an die Kunststation im Wuppertaler Bahnhof Vohwinkel. Lowisch sagt dazu: „Ich sehe die Aufgabe der Kunst darin, den Menschen herauszufordern, sich zu interessieren. Denn erst der interessierte Mensch geht zur Kunst. Also muss vor dem Interesse das Unerwartete zu den gewohnten Orten gebracht werden. Zukunftskunst heißt für mich vor allem untypische Methoden anzuwenden“. Für Fragen zu Künstler und Kunstwerk: info@lowisch.de , für Video: https://vimeo.com/348551116.

Veränderung tut Not! Foto: Ralf Silberkuhl

Der „TalKultur“-Veranstaltungskalender von und mit Dirk Domin - zum Nachlesen:

Wer zeichnet, sieht mehr! Und das schon direkt morgen, am 10. August: Christiane Thomas veranstaltet im Von-der-Heydt-Museum einen Zeichenkurs - von 15 bis 17 Uhr. Nach einer kurzen Einführung zur aktuellen Ausstellung über Peter Schenck wird direkt vor den Originalen gezeichnet. Kostenpunkt: 20 Euro. Eine Anmeldung zum Kurs sowie Informationen zur Ausstellung und zu weiteren Veranstaltungen: www.von-der-heydt-museum.de. // Am Freitag, dem 16. August, läuft beim OpenAir-Kino „TalFlimmern“ der Lieblingsfilm 2019 des Veranstalters Mark Tykwer: Der südkoreanische Film „Burning“. Jong-Soo ist allein, schlägt sich durch, verliebt sich, plötzlich sind sie zu dritt, er verschwindet. Mystery-Thriller, Gesellschaftsskizze, Psychogramm. Ein Meisterwerk, dass für Mark Tykwer auf einer Stufe mit dem Hitchcock-Klassiker „Vertigo“ steht. Beginn ist 21:30h. Details und Tickets auf www.talflimmern.de. // Musikalisch sehr hochklassig wird es am 17. und 18. August im Skulpturenpark Waldfrieden bei „Klangart“. Samstag, ab 19 Uhr, kommt Omar Sosa mit seinem neuen „Aguas Trio“. Der Kubaner sagt über sich selbst, dass er ein „Perkussionist sei, der es liebt Piano zu spielen.“. Am Sonntag, ab 18 Uhr, kommt dann das Trio „Rymden“. Alle drei bekannt aus dem skandinavischen Jazz, aber doch neu und anders, wie Maik Ollhoff, der künstlerische Leiter von „Klangart“ sagt. Weitere Infos und Tickets auf www.skulpturenpark-waldfrieden.de. // Vom 20. bis zum 23. August lädt die Hochschule für Musik und Tanz Köln schon zum 11. Mal zum Internationalen Orgelwettbewerb ein. Veranstaltungsort ist wieder die Historische Stadthalle in Wuppertal. Nach einer Vorbereitungszeit findet am 20. und 21. die Zwischenrunde statt. In der Endrunde am 22. Augsut kann die Auswahl der Werke frei entschieden werden. Im Preisträgerkonzert am 23. August - ab 20 Uhr - sind alle Gewinner des Wettbewerbs zu hören. Details und weitere Veranstaltungen auf www.wuppertaler-musiksommer.de.

Das „TalKultur“-Studiogespräch „Auf ein Wort...“ - mit Kerstin Hardenburg

Es ist immer ein Wagnis, sich selbstständig zu machen. Aber die Glücksbuchladen-Händlerin Kerstin Hardenburg hat genau das vor fünf Jahren gemacht. Und das, obwohl dem Buch als Medium keine lange Halbwertzeit mehr versprochen wurde, denn Lesen ist angeblich nicht mehr in. Mit vielen Ideen und einem breit gefächerten Angebot von Cambio, wuppertal-live, Schulbuchverkauf und Lesungen in ihrem Laden - aber auch anderen Locations hat sie sich langsam und stetig einen Namen gemacht und zu einer Adresse gemacht. Neben Themenlesungen, die im Kontakthof oder der benachbarten Weinhandlung Orthmann stattfinden und auch als Eventladen für den 150. Geburtstag von Else Lasker- Schüler gehören auch Comedy-Lesungen mit Mutlitalent Kristof Stößel zu den regelmäßigen Literatur-Angeboten im "Glücksbuchladen". Zum 5-Jährigen Geburtstagsfest war der "Glücksbuchladen" gut besucht: Gratulanten und Inhaberin nebst Sohn strahlten mit den Blumen um die Wette. Weitere Infos: k.hardenburg@web.de .

Nicht unglücklich mit dem "Glücksbuchladen": Kerstin Hardenburg. Fotos: Brigitta Hildebrand

Die „TalKultur“-Playlist:

Zedd - Happy now
Calvin Harris – My Way
Alec Benjamin – Let Me Down slowly
Adam Lambert - Ghost Town
Alma - All stars
Chubby Chekker - Lets Twist again
Katie Melua - Blues in the night
Materia - Lila Wolken
Es moderiert Brigitta Hildebrand.

Das Vermächtnis – Die „Pina-Bausch-Foundation“

Die Zukunft – Eckehard Lowisch und die Kunst im Wandel

Das „TalKultur“-Studiogespräch „Auf ein Wort...“ - mit Kerstin Hardenburg - Teil 1

Das „TalKultur“-Studiogespräch „Auf ein Wort...“ - mit Kerstin Hardenburg - Teil 2