Juni 2020

Wupper - TALKultur


12.Juni 2020 auf der 107,4 um 20 Uhr 04


Wiedereröffnung der Rundum-Leinwand im Gaskessel

Beitrag von Sibyl Quinke

Gregor Eisenmann und Christian Höher - Foto: Sibyl Quinke
In Wuppertal erwacht die Kultur zu neuem Leben nach dem corona-shutdown. Ein ganz interessanter Aspekt ist dabei die Schaffung eines ″Archivs der Vergänglichkeit″. Der Geschäftsleiter des Heckinghauser Gaskessels Christian Höher kam auf die Idee dazu, als er im Februar von der Ton- und Lichtshow des Videokünstlers Gregor Eisenmann zur Eröffnung des Engelsjahrs auf die Mauern des Barmer Opernhauses begeistert war. Er fand es zu schade, diese tollen Eindrücke flüchtig zu lassen, und beauftragte den Künstler zu einem Video-Mapping für den Innenraum des Gaskessels. Eine kleine Herausforderung, aber damit auch die Option, diese Arbeit zu konservieren und damit die 1. Arbeit für das ″Archiv der Vergänglichkeit″ zu konzipieren. Alle Infos zu Besuchsbedingungen und -Öffnungszeiten: www.der-gaskessel.de
Blick in den Gaskessel - Foto: Brigitta Hildebrand


Die Städtischen Bühnen eröffnen ihr Programm für die neue Spielzeit 20/21

Berthold Schneider - Foto: Jens Grossmann
Thomas Braus - Uwe Schinkel
Julia Jones - Uwe Schinkel
Ein kleines Liederfestival an den drei letzten Sonntagen im Kronleuchterfoyer jetzt im Juni zeigt, die SängerInnen sind zurück im Künstlerleben. Auch open air kann man sie im Hof der Oper live anhören am kommenden Samstag. Aber wie sehr dem Opernensemble die Bühnenluft gefehlt hat, zeigt ein Video, das von dem Ensemble dreht wurde, um Vorfreude auf die Produktionen der kommenden Spielzeit 20/21 zu wecken. Alle 3 Sparten, Oper, Schauspiel und Sinfonieorchester haben ein ambitioniertes post-corona-Programm zusammengestellt. Unter www.wuppertaler-buehnen.de


Die freie Kunstszene in Wuppertal eröffnet die bunte Stadt – ″out and about″

Birgit Pardun & Frank N – © Presse-FN
Sie standen eine lange Zeit leer, viele Plakatwände der Firma Ströer. Und der freie Künstler Frank Niermann (Frank N) und seine Kollegin Birgit Pardun hatten eine Idee, die bei den Außenwerbern und freien Künstler auf offene Ohren stieß: Wir gehen nicht ins Netz! Wir gehen raus – machen Kunst trotz Social Distancing sinnlich erlebbar. So entstanden auf mittlerweile mehr als 100 Plakatwänden Kunstplakate, denn die Künstler vergrößerten Werke von sich, die dann eben geklebt wurden. Und damit man auch weiß, von wem das jeweilige ist, gibt ein QR.Code schnelle Auskunft über den Macher. Alle Infos dazu: Out And About - Kunst geht raus


″Auf ein Wort...″ - mit Dr.Roland Mönig, der neue Direktor des von-der-Heydt-Museums eröffnet es mit der Ausstellung ″An die Schönheit″

Dr. Roland Mönig - Foto: Brigitta Hildebrand
Sein Amtsantritt war, im Gegensatz zum Datum des 1. Aprils, nicht besonders lustig, bekennt der neue Leiter des von-der-Heydt-Museums Dr.Roland Mönig. Aber da er das Museum bereits aus seiner Zeit als freier Mitarbeiter in den 1990gern kennt, konnte er die Zeit nutzen und neue Wege der Publikation im Netz beschreiten. Auf der Website wurde eine Serie eingerichtet unter dem Motto ″museum to go″ , auf der die Museums-Mitarbeiter ihre Lieblingswerke vorstellen können. Überhaupt ist der Gang ins Digitale eines der Zukunftsprojekte. Für Roland Mönig ist das vdH eine Art Diamant, der noch ein wenig poliert und geschliffen werden kann.
Dr. Antje Birthälmer - Foto: Brigitta Hildebrand
Mit der ab 14.Juni zugänglichen neuen Ausstellung ″an die Schönheit″, kuratiert von Interimsleiterin Dr. Antje Birthälmer kann man einen chronologischen Parcours durch die Sammlung erleben. Abbildungen und Erläuterungen der üppigen 150 Kunstwerke aus allen Epochen der vergangenen 200 Jahre Kunstgeschichte sowie 15 Skulpturen kann man auch in einem Prachtband für 8.-€ erwerben. Mit gutem Humor hat Roland Mönig auch bei einem Frage -und Antwortspiel im Sinne von Marcel Proust mitgespielt und dabei einen feinen Humor bewiesen. Es gibt reduzierte Öffnungszeiten im Museum und auf Führungen muss man derzeit verzichten. Neu sind aber digitale Mittwochsführungen. Alle Infos dazu unter www.von-der-heydt-museum.de


TALKulturKalender 06-2020 von Dirk Domin

// Unter etwas anderen Bedingungen hat das von-der-Heydt-Museum wieder geöffnet und auch Führungen finden wieder statt – allerdings nur digital. Am Mittwoch, den 17. Juni findet zum ersten Mal wieder eine Mittwochsführung statt. Thema ist die Ausstellung “Zu Lande und zu Wasser” von Hannsjörg Voth und Ingrid Amslinger. Nach vorheriger Anmeldung findet an besagtem Mittwoch um 14:30h ein einstündiger Vortrag im Forum des Museums statt. Ein Besuch der Ausstellung ist davor oder danach möglich. Kostenpunkt: 20 Euro. Alle Details auf www.von-der-heydt-museum.de

// Zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels gibt es viel Programm, das ganze Jahr über in ganz Wuppertal. Die Ausstellung in der Kunsthalle Barmen ist gerade wiedereröffnet worden. Auch Stadtführungen finden wieder statt. Und dass Herr Engels mal eine eigene Hotline haben wird, hätte er im Jahr 1820 wohl auch nicht gedacht.
Die Hotline ist ganzjährig zu erreichen unter 0202 - 25185818. Alle Infos zum Engels-Jahr 2020 gibt es auf www.engels2020.de

// Seit vorgestern ist einer der einflussreichsten gegenwärtigen Künstler im Skulpturenpark Waldfrieden zu sehen: Sean Scully, abstrakter Maler und Bildhauer. Die lange Freundschaft mit Tony Cragg ermöglichte eine Werkschau seiner monumentalen Werke in Wuppertal. Weitere Infos auf www.skulpturenpark-waldfrieden.de

// Der Pest-Roman “Der Wiedergänger” von Michael Zeller wird aktuell Stück für Stück vorgelesen. Der Wuppertaler Olaf Reitz liest ihn Kapitel für Kapitel auf stew.one vor. Jeden Sonntag ab 16:30h ein neues Stück. Weitere Infos auf: www.stew.one - Dort ist auch ein Link, über den alle bisherigen Folgen nachgehört werden können.

//Am 3. Juli startet die neue Talflimmern-Saison im Innenhof der Alten Feuerwache an der Gathe. 28 Filmabende unter freiem Himmel, wegen Corona natürlich mit viel weniger Plätzen und unter anderen Einschränkungen. Los geht es wie immer mit einem Klassiker, diesmal: „Der Marathon-Mann“ von 1976.
Ein Klassiker des Thriller-Genres von John Schlesinger. Hauptdarsteller ist Dustin Hoffman in einer seiner wichtigsten Rollen. Und zum Einlass gibt es ein cinephiles DJ-Set am 3. Juli. Alle Infos, Corona-Bedingungen sowie der Vorverkauf auf www.talflimmern.de

Wiedereröffnung der Rundum-Leinwand im Gaskessel - Beitrag von Sibyl Quinke

Die Städtischen Bühnen eröffnen ihr Programm für die neue Spielzeit 20/21

Die freie Kunstszene in Wuppertal eröffnet die bunte Stadt – ″out and about″

Studiogespräch - Dr. Roland Mönig (Teil 1)

Studiogespräch - Dr. Roland Mönig (Teil 2)

TALKulturKalender Juni 2020 von Dirk Domin