Oktober 2020

TALKultur 9. Oktober 2020, 20:04

Es moderiert Brigitta Hildebrand

Der Wald und der Sturm, Kunstausstellung im Wuppertal Institut – Beitrag von Elena Hong

Der Wald und der Sturm, Kunstausstellung im Wuppertal Institut

Es wird herbstlich, und wer durch die Wälder streift, sieht nun so einige schlimme Entwicklungen. Der Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Uwe Schneidewind (designierter neuer Wuppertal-OB) sagt über das Gemeinschaftsprojekt von 10 Künstler*innen aus ganz Deutschland dies: „Für Projekte dieser Art haben wir im Wuppertal Institut den Begriff ″Zukunftskunst″ geprägt, weil wir gemerkt haben, dass diese großen Veränderungsprozesse wie der Klimawandel mit den reinen Mitteln des Verstandes und der wissenschaftlichen Analyse doch nur sehr bedingt zu erfassen sind. Deswegen ist es extrem wertvoll, wie die Kunst auf die Dinge schaut und wie sie dazu bewegen kann, uns Themen zu öffnen.“

Die ziemlich unterschiedlichen Arbeiten sind im Foyer des WI zu besichtigen immer Mo-Fr von 9-16:30 bei freien Eintritt.

Dauer der Ausstellung: 8.10.-6.11.2020
Künstler*innen-Gespräche immer dienstags nachmittags, Anmeldung unter gemeinsam@ins-blaue.net oder telefonisch unter 0177 705 50 72 (Christian von Grumbkow) beziehungsweise 0151 26 88 65 35 (Katja Wickert)

Weitere Infos: wupperinst.org

Telefoninterview mit Reiner Rhefus, Autor des Buches Friedrich Engels im Wuppertal

Friedrich Engels im Wuppertal - Reiner Rhefus – Foto: Brigitta Hildebrand

Schon vor fast 20 Jahren hat er mit seinen Recherchen begonnen, jetzt liegt das Buch in einer ″Kurzfassung″ vor, 180 Seiten und über 200 Bilder veranschaulichen einen sehr nahbaren Friedrich Engels. Im September hat Reiner Rhefus es im Haus der Jugend vorgestellt mit einer launigen Lesung zusammen mit Olaf Reitz und Andreas Bialas. Mit seinem Buch wollte Rhefus – Mitarbeiter des Historischen Zentrums Wuppertal, Mitglied des vierköpfigen Kuratorenteams der Engels-Sonderausstellung und Stadtführer – den Leser*innen einen mehr populären Blick auf den berühmten Stadtsohn geben. Dabei erfährt der Leser auch eine Menge über das frühindustrielle Wuppertal. Im Fokus stehen das Wirken von Engels im Tal sowie die Personen, mit denen er zeitweise oder bis ins hohe Alter Kontakt pflegte und denen er in seinen zahlreichen Briefen gerne auch mal mit Barmer Platt garnierte.

TALKultur Gesprächsreihe auf ein Wort... mit Birgit Pardun und Frank N

OAA – wer nun oha denkt, liegt auch nicht falsch, denn das Kürzel steht für eine tolle Kunstaktion im öffentlichen Raum. Out and about – Kunst unterwegs, in der Stadt. Und wo? seit Ende April auf den zunehmend weißeren Plakatwänden des Außenwerbers Stroer.

Birgit Pardun und Frank N – Foto: Brigitta Hildebrand

Die Philosophie hinter „Out And About“: Wenn die Menschen nicht zur Kunst können, muss die Kunst eben zu den Menschen gebracht werden. Kunst auf Plakatwänden im öffentlichen Raum ist nicht neu – es gibt sie von Los Angeles (The Billboard Creative) bis Bielefeld (Plakartive). In Corona Zeiten knüpfen die Initiatoren Birgit Pardun und Frank N, zunächst noch mit Sabine Bohn und Andreas Komotzki an diese Form der Kunstausstellung in der Stadt an. Die Aktion ist nun zwar beendet, weil der Außenwerber zunehmend seine Plakatwände wieder kommerziell nutzen kann. Das Projekt war aber supererfolgreich mit über 250 geklebten Kunstplakaten, wie die Initiator*innen berichten.

Wunderbarer Nebeneffekt: die Kunst ist zu kaufen und d.h. auch spenden! Denn 50 Prozent eines Bildverkaufs wandern in den „EinTopf“, der Solidarfonds für Kulturschaffende in Wuppertal. Da kam ganz gut was zusammen mit 8000 Euro Verkaufserlös.

Wer sich die einzelnen Plakatierungsphasen anschauen möchte, hier ist der Link: Out And About im Netz.

TALKulturKalender 10-2020 von Dirk Domin

Museumsdirektor Roland Mönig - Fotos Brigitta Hildebrand

Possible to imagine – Möglichkeiten von Museum heute. So heißt eine neue Gesprächsreihe im von-der-Heydt-Museum, es geht um das Verstehen und das Lernen im Museum von heute, ergebnisoffen und stets im Dialog mit Museumsdirektor Roland Mönig. Am Dienstag, den 13. Oktober, hat Mönig Besuch aus dem Deutschlandfunk:

„Eintritt: 50 Pfennig“ heißt der Dialogabend mit Stefan Koldehoff am kommenden Dienstag um 18:30h. Informationen dazu auf www.von-der-heydt-museum.de

Jedes Wochenende und manchmal auch dazwischen gibt es jetzt wieder Live-Jazz im Loch. Mit viel Liebe kuratiert von Maik Ollhoff und meist mit DJ-Abend nach dem Konzert.

Am Samstag, den 24. Oktober kommen Dybowski & Mangano vorbei: Die Melancholiker Dybowski & Mangano: Samstag, 24. Oktober, 20 Uhr im Loch an der Bergstraße. Vorverkauf für 10 Euro und weitere Infos auf www.lochloch.de

Die 74. Bergische Kunstausstellung findet noch bis zum 1. November im Kunstmuseum Solingen statt. Wie immer ohne vorgegebenes Motto und wie immer mit noch nicht so bekannten, aber auch mit schon überregional bekannten Künstlern. Unter anderem mit Werken von Max Pimpernelli, der gerade auch den Internationalen Bergischen Kunstpreis gewonnen hat. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr für 9 Euro Eintritt zu sehen.

Details auf www.kunstmuseum-solingen.de

„Denker Macher Wuppertaler“ – das Engels-Jahr 2020 wird noch immer gefeiert, mit vielen Veranstaltungen. Diskussionen, Vorträge, Musik, eine Dauerausstellung. Alles im Detail nachzulesen im Programmheft. Das liegt an vielen Orten in der Stadt aus oder ist digital abzurufen auf www.engels2020.de

Der Wald und der Sturm, Kunstausstellung im Wuppertal Institut

Telefoninterview mit Reiner Rhefus, Autor des Buches Friedrich Engels im Wuppertal

TEIL 1 – „TALKultur“-Studiogespräch mit Birgit Pardun und Frank N

TEIL 2 – „TALKultur“-Studiogespräch mit Birgit Pardun und Frank N

TALKulturKalender 10-2020 von Dirk Domin